Social Inception

Joseph Gordon-Levitt und Leonardo DiCaprio rasen auf Skiern einen mit Schnee bedeckten Berghang hinunter. Das Ziel ist eine hochmoderne Festung die scheinbar wahllos in der Bergkette platziert wurde. Immer schneller nähern sie sich ihrem Ziel, während bis an die Zähne bewaffnete Söldner auf Schneemobilen ihnen immer näher auf die Pelle rücken. Das Ziel in die Festung einzudringen scheint offensichtlich, doch der Grund ist nicht, wie zu erwarten, um etwas zu stehlen, sondern etwas zu hinterlassen.

Die beiden Profis befinden sich tatsächlich im Traum ihres Opfers, wodurch die skurrile Landschaft und Situation plötzlich mehr als verständlich wirkt. Wer kennt sie nicht, die absurdesten Träume erscheinen einem während des Traums völlig logisch. Erst nach dem Aufwachen kommen Zweifel in uns auf, dass etwas nicht gestimmt hat. Doch zurück zur Szenerie. Joseph und Leonardo haben das Ziel bei ihrem Opfer einen Gedanken zu hinterlassen, sie wollen ihn mit Hilfe der Erlebnisse und Erkenntnisse im Traum dazu zu bewegen, in der Realität das geerbte Imperium zu zerschlagen.

Auch wenn das Grundsetting klar nach Science Fiction schreit und man sich kaum vorstellen kann, dass das direkte Eindringen und Miterleben eines Traumes in dieser Form möglich ist, wirkt es weniger unwahrscheinlich, dass uns unsere Träume beeinflussen. Jeder ist sicherlich schon einmal aufgewacht und brauchte erst ein paar Minuten, um Traum von Wirklichkeit zu unterscheiden. Genauso wie man plötzlich aus einem Traum aufwacht und mit einer neuen Inspiration in den Tag oder gar das weitere Leben startet.

Sollte es also technisch möglich sein, in einen Traum einzudringen und diesen zu manipulieren, so ist der Schritt einen Gedanken einzupflanzen, gar nicht mehr so fern.

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