Online-Shopping – Fluch und Segen!?

Das Einkaufen – für die einen Ort zum Entspannen und Wohlfühlen, für die anderen ein Hort von Stress und Verzweiflung. Sicherlich rührt diese weit auseinandertriftende Sichtweise sowohl von der Persönlichkeit des Einzelnen als auch von den jeweiligen zu shoppenden Dingen her. So gibt es diesen typischen Wochenendeinkauf, in dem man versucht seinen leeren Kühlschrank, Froster und Schränke zu füllen, damit man nicht seine Katzen auffrisst und diese wiederum einen selbst nicht. Wer an dieser Form des Einkaufs Spaß hat, möge sich bitte melden. Klar, ab und zu findet man mal was neues Leckeres und freut sich darüber, aber kann man sich darüber freuen alle paar Wochen das Toilettenpapier aus dem Regal in den Wagen, aus dem Wagen aufs Kassenband, vom Kassenband in den Wagen, vom Wagen ins Auto, vom Auto in die Wohnung und dort in ein andere Regal zu transportieren? Wohl kaum.

Doch dann gibt es natürlich noch die Dinge, die man nicht so regelmäßig kauft. So etwas wie Kleidung und elektrische Konsumgegenstände. Jetzt könnte man natürlich sagen, dass die ein oder andere Frau vielleicht Schuhe kauft wie ein anderer sein Stück Butter. Allerdings hinkt der Vergleich vermutlich, da wohl kaum eine dieser Frauen jedesmal wirklich das gleiche Paar Schuhe erwirbt. Also kann man sicherlich annehmen, dass das Kaufen von Kleidung eher ein unregelmäßig auftretendes Ereignis ist. Hier teilen sich dennoch die Meinungen. Für die einen ist es eine immense Freude sich durch die Regale der Klamottenläden zu schlängeln auf der Suche nach dem Stück, was dem persönlichen Style Nachdruck verleiht. Wohingegen es für den anderen ein ebensolcher Graus ist, wie die wöchentliche Hatz nach den Lebensmitteln.

Nicht wirklich anders verhält sich dies beim Kauf von elektronischen Geräten. Angefangen von kleinen Gadgets für die Küche oder den Haushalt, über Wearables und Smartphones bis hin zum neuesten Flachbildfernseher und Heimkinoanlage. Auch hier schüttet der Kauf eines neuen Gegenstands in unserem Körper Endorphine aus, die dafür sorgen, dass wir uns glücklich fühlen. Jetzt denkt natürlich wieder die ein oder andere – typisch Mann. Auch wenn ich schätze, dass es sich hierbei um ein Klischee handelt, wird dies sicherlich durch die kindliche Rollenprägung durch Familie und Gesellschaft verstärkt.

Nun leben wir inzwischen in einer Zeit, in der der Einzelhandel mit harten Bandagen um seine Existenz kämpfen muss. Auch wenn es den Versandhandel im Allgemeinen bereits seit etlichen Jahren als Konkurrenten gibt, hat dieser mit der Entwicklung des Online-Handels an exorbitanter Bedeutung gewonnen. Ich sage nur, Amazon. Auf jeden Fall erleichtert einem dies das Leben, da man nun nicht mehr in die Stadt zum Einkaufen bestimmter Dinge fahren muss, dort vielleicht frustriert wird, weil es das gewünschte Produkt nicht gibt und man zum nächsten Laden fährt, sondern dies bequem von der Couch mit dem Tablet oder sogar von unterwegs mit dem Smartphone erledigen kann. Gerade für die Kleinigkeiten, die man nicht sofort benötigt und für die ein einzelner Gang fast der Mühe nicht lohnt, eine prima Sache. Geschenke kaufe ich immerhin fast nur noch online. Auch bei den meisten elektronischen Waren greife ich auf den Online-Handel zurück, da ich mich dort eh belese, welches Gerät für mich das richtige ist. Außerdem kommt es dort nur allzu oft vor, dass es gerade das Produkt, für welches ich mich bereits entschieden habe, nicht im jeweiligen Laden gibt.

Was ich beim Einkauf in Netz für Geschenke und Elektroartikel so toll finde, finde ich im Bereich der Bekleidung dann eher befremdlich oder gar abstoßend. Hier fühle ich mich bei der Auswahl eines Produktes absolut unwohl, da keine Beschreibung und kein Bild mir sagen kann, wie sich ein T-Shirt auf der Haut anfühlt oder wie einem die Jeans passen wird und steht. Sicherlich lassen sich unpassende Artikel dank des Fernabsatzgesetzes problemlos zurückschicken, aber wenn dies dann der Fall ist, ist der gesparte Aufwand wohl für die Katz. Retourschein ausfüllen, Paket verpacken, zur Post rennen. Außerdem denke ich, dass dieser Aufwand auch bei vielen, bei mir zumindest, sicher auch dazu führen kann, das man ein Stück behält, was man okay findet aber im Laden vielleicht hätte liegen lassen, weil es eben nicht perfekt ist.

Worauf ich wirklich gespannt bin, ist der Zeitpunkt, wenn ich meinen Wochenendeinkauf problemlos von daheim aus erledigen kann. Sicherlich gibt es hierfür bereits Angebote, aber diese sind entweder mit horrenden Preisen oder einer ungünstigen Logistik verbunden. Ich stelle mir das lustig vor, dass ein Paket beim Nachbarn mit dem Vermerk – Bitte kühl lagern – abgegeben wird, damit die Kühlkette von Fleisch und Co. nicht unterbrochen wird. Das wäre wohl wirklich auch ein Bereich, wo ich mich gern von einer Drohne beliefern lassen würde.

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